Warum oder das Staunen als Anfang von allem

Predigt zum Neujahrstag 2022, Jesuitenkirche Luzern „Warum tut ihr das?“, fragte uns der Mann mit der tätowierten Kalaschnikow auf dem Unterarm. Warum kommen wir zu viert, zwei Seelsorgende und zwei Musiker, an einem Sonntagmorgen ins Gefängnis, bauen liebevoll eine Krippe auf und schmücken den Raum. Und all das, um mit zwei Häftlingen einen Gottesdienst zu„Warum oder das Staunen als Anfang von allem“ weiterlesen

Advent und das Wesen christlicher Existenz

Impuls zum 2. Adventssonntag (Bar 5,1-9 / Phil 1,4-11 / Lk 3,1-6) Die Adventszeit, die Zeit des Wartens auf die Ankunft (adventus) Christi, ist mehr als nur die innere Vorbereitung auf Weihnachten. Denn eigentlich geht es dabei nicht um die Geburt Jesu und die Menschwerdung Gottes in Bethlehem, sondern um das hoffende Warten auf das„Advent und das Wesen christlicher Existenz“ weiterlesen

Mit Gottes Vollmacht reden und lieben

Gedanken zum 4. Sonntag im Jahreskreis (B, Mk 1,21-28) Die Menschen in der Synagoge staunen: Da lehrt einer mit Vollmacht, nicht wie die anderen. Doch was macht den Unterschied aus? Worin unterscheidet sich die Lehre und Predigt Jesu von derjenigen der Schriftgelehrten? Was ist das Geheimnis seiner Ausstrahlung? Der Evangelist Markus sagt uns nichts darüber,„Mit Gottes Vollmacht reden und lieben“ weiterlesen

Von der Freude der Krippe zur Verantwortung der Erben

Neujahrspredigt 2021, Jesuitenkirche Luzern (Gal 4,4-7 / Lk 2,16-21) Wie schauen wir auf dieses neue Jahr? Gehören wir zu den optimistischen Realisten oder doch eher zu den realistischen Pessimisten? Und was hat unser Glaube damit zu tun? Die Hirten sind in der Heiligen Nacht voll Freude und Gott preisend von der Krippe weggegangen. Doch jetzt,„Von der Freude der Krippe zur Verantwortung der Erben“ weiterlesen

Weihnachten – Licht in kalten Ställen

In der ersten Messe, als ich mich vor der Kommunion kalt fühlte und betrübt war, dass meine Wohnung nicht besser bereitet sei, da überkam mich ein recht lebendiger Geist, in dem ich mit innerer und inniger Andacht, die mich bis zu den Tränen rührte, folgende Antwort vernahm: „Das bedeutet, dass Christus in einen Stall kommen„Weihnachten – Licht in kalten Ställen“ weiterlesen

Und Du, für wen hältst Du mich?

21. Sonntag A (Mt 16,13-20) „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“ (Mt 16,16). Die Antwort von Simon Petrus ist klar und bestimmt. Bestimmter wohl als manche von uns antworten könnten, wenn Jesus uns fragen würde: Und du, wer bin ich für dich? Und diese Antwort scheint korrekt zu sein. Mehr noch, sie„Und Du, für wen hältst Du mich?“ weiterlesen

Die Trinität – ein Herz und eine Seele

Dreifaltigkeitssonntag (A, Ex 34, 4b.5–6.8–9, 2 Kor 13, 11–13, Joh 3, 16–18) „Wir glauben doch letztlich alle an den gleichen Gott“. Wer kennt ihn nicht, diesen Satz: Das moderne Credo der religiösen Korrektheit. Dieser Satz ist immer wieder sehr praktisch, wenn es darum geht, heikle theologische Diskussionen zu vermeiden. Doch was sagen wir eigentlich mit diesem Satz? Er„Die Trinität – ein Herz und eine Seele“ weiterlesen

Vom Heiligen Geist und anderen Geistern

Pfingsten (Apg 2,1-11) Der Heilige Geist ist wohl die Dimension an Gott, die man am schwierigsten erklären kann. Glaubt man, ihn begriffen zu haben, ist er einem bereits durch die Finger entglitten. Doch gerade darum scheint Gott für viele Menschen überhaupt nur als Geist einigermassen vorstellbar und glaubbar. Das Bild des allmächtigen und allwissenden Vaters„Vom Heiligen Geist und anderen Geistern“ weiterlesen

Petrus, liebst du mich? – Ja, schon…

(Joh 21,1.15-19) «Liebst du mich?» Ich hoffe, diese Frage hat jeder von uns schon einmal zu stellen gewagt. Es ist eine Frage, die Mut braucht, denn ein Nein würde schmerzen. Entsprechend sensibel achten wir auf die Antwort. Und ich bin überzeugt, dass alles andere als ein klares «Ja, ich liebe dich» uns aufhorchen lassen würde.„Petrus, liebst du mich? – Ja, schon…“ weiterlesen

Verherrlichung? Wer, wie, was?

7. Sonntag der Osterzeit (Joh 17,1-11) „Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht!“ (Joh 17,1) Nicht weniger als fünf Mal verwendet Jesus in seinem Abschiedsgebet das Wort „verherrlichen“. Doch was meint er damit, wenn er von der Vollendung seines Auftrages spricht, von der Stunde, die gekommen sei? Was hat sein elender Tod am Kreuz„Verherrlichung? Wer, wie, was?“ weiterlesen

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